Türkissee

An der Stelle des heutigen Türkissees befand sich eine Kreidemine. Größtenteils wurde das große Zementwerkes Quistorpa im nahegelegenen Lubin durch diese Grube versorgt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges demontierten die Russen die hier befindlichen Maschinen. Die Grube wurde allmählich mit Wasser gefüllt. Im Jahre 1948 beschlossen die polnischen Behörden, die Förderung der Vorkommen wieder aufzunehmen. Wasser wurde abgepumpt, die notwendigen Maschinen und Anlagen wurden installiert. Die Mine war bis 1954 in Betrieb. Aufgrund der Erschöpfung der Vorkommen und wachsender Erschwernisse bei der Gewinnung von Kreide, wurde der Abbau eingestellt wurde.

Seitdem wurde die Grube allmählich mit Regenwasser gefüllt. Im Jahre 1960 hörte der Wasserstand auf zu steigen und entsprach dem Wasserstand in der Stettiner Lagune. Benannt ist der See nach der bläulich-grünen Farbe der Wasseroberfläche durch die Spaltung des Sonnenlichts im sauberen Wasser und die Spiegelung von Reflexionen vom weißen, kalkhaltigen Grubenboden. Rund um den See führt seit 2005 ein Wanderweg mit schönen Aussichtspunkten, besonders vom Sandberg (Piaskowa Góra) am Südufer des Sees.

In der Nähe des Sees wächst eine ca. 450 Jahre alte Eiche, die den Status eines Naturdenkmals hat. Ihr Umfang betrug Jahr 2012 7.05 Meter. Im Jahr 2015 wurde die Eiche von Unbekannten angezündet.